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Pressemitteilung 19. November 2004
Förderung der Freilichtmuseen soll unangetastet bleiben
Staatssekretär Sieber sichert Unterstützung des Landes zu
Neuhausen ob Eck.
Bei der alljährlichen Herbsttagung der baden-württembergischen Freilichtmuseen unter dem Vorsitz des Tuttlinger Landrats Guido Wolf im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck zeigte sich Staatsekretär Michael Sieber (MdL), der im Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst für die Kulturförderung verantwortlich ist, von der Bilanz der sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen sichtlich beeindruckt. "Die Freilichtmuseen im Land leisten Beachtliches. Die sieben Museen sind wichtige Vermittler unserer Tradition und kulturellen Identität. Sie haben als wichtige Kulturzentren für die Regionen auch in diesem Jahr nichts von ihrer Attraktivität verloren. Wir wissen, dass die Zuschüsse hier gut angelegt sind. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Freilichtmuseen ist uns wichtig." Deshalb sollen in den kommenden Haushaltsjahren bei der Förderung keine Abstriche gemacht werden."
Landrat Guido Wolf zeigte sich hocherfreut über diese Zusage. "Das ist ein großer Vertrauensbeweis in die Arbeit der Freilichtmuseen und bedeutet für die betreffenden Landkreise, die diese Museen auch in schwierigen Zeiten unterhalten, eine große Hilfe." Die bewährte Partnerschaft der Museumsträger mit dem Land könne so auch in den nächsten Jahren zum Wohle der Museen im ländlichen Raum und der vielen Besucher im Land fortgesetzt werden, so Landrat Wolf weiter. "Wir sind zur Fortentwicklung unserer Freilichtmuseen dringend auf die Landeszuschüsse angewiesen", so Wolf.
Das Land fördert die sieben Freilichtmuseen derzeit jährlich mit knapp einer Million Euro aus Toto-Lotto-Mitteln. Diese Zuschüsse sind im wesentlichen für die Rettung und Umsetzung von historischen Gebäuden sowie für die Restaurierung und Bauunterhaltung in den sieben Museumsdörfern bestimmt. In geringerem Umfang können daraus aber auch gemeinsame Projekte der Arbeitsgemeinschaft der Freilichtmuseen sowie die Kultur- und museumspädagogischen Programme der einzelnen Museen gefördert werden. "Hier hat sich in den letzten Jahren auch die gemeinsam entwickelte und erreichte Flexibilisierung der Förderrichtlinien bereits bewährt," so Staatssekretär Sieber. Dies würde einfach den veränderten Rahmenbedingungen besser gerecht, und er freue sich, dass dies ganz offensichtlich die weitere Entwicklung der Freilichtmuseen sehr begünstige. Auch im kommenden Jahr haben die Träger der sieben Museen trotz schwieriger Haushaltsbedingungen verschiedene Projekte geplant, die mit Hilfe dieser Fördermittel finanziert werden sollen.
In seiner Stellungnahme hob Staatssekretär Sieber besonders die außergewöhnliche Zusammenarbeit der Freilichtmuseen hervor. "Das ist einmalig in der Museumslandschaft und das lässt sich schon vorzeigen. Diese vielfältige Kooperationen der Museen tragen natürlich auch zu diesem positiven Bild der Freilichtmuseen bei, das diese im Land haben," meinte er. Wie viele Projekte auch in der abgelaufenen Saison wieder von den Museen gemeinsam umgesetzt wurden, wurde aus dem Bericht des Vorsitzenden Landrat Wolf deutlich. Neben gemeinsamen Werbemaßnahmen, dem Messeauftritt auf der CMT in Stuttgart, dem gemeinsamen "Tag der Freilichtmuseen", gemeinsamen Fortbildungen sowie einigen Pilotprojekten im museumspädagogischen Bereich oder zur Verbesserung des Besucherservice profitieren die Museen auch vom regelmäßigen fachlichen Austausch. "Gemeinsam sind wir einfach stärker. Jeder profitiert von dieser Zusammenarbeit", so Wolf in seinem Fazit.
Dass die sieben Freilichtmuseen auch mit dieser Saison vollauf zufrieden sein können, zeigt sich auch in den Saisonbilanzen der Museen, die bei der Tagung vorgestellt wurden. Fast 650 000 Besucher zogen es in der abgelaufenen Saison in die sieben Museumsdörfer in Gottersdorf, Wackershofen, Beuren, Gutach, Kürnbach, Wolfegg und Neuhausen ob Eck. Bis auf zwei Museen hatten alle Besucherzuwächse zu verzeichnen, so dass sich auch in der Gesamtbilanz ein Plus verzeichnen lässt.
Damit auch im kommenden Jahr wieder möglichst viele Besucher in die regionalen Museumsdörfer strömen, haben sich die Museumsteams bereits wieder mehrere gemeinsame Projekte vorgenommen. Der Sprecher des Fachausschusses, der Odenwälder Museumsleiter Thomas Naumann, stellte diese im Gremium vor. Neben alle bisherigen Aktionen soll es zusätzlich eine gemeinsame Tagung, eine Fachexkursion sowie ein gemeinsames Sonderthema für das Jahr 2005. Dabei sollen die Bauerngärten in den sieben Museumsdörfern mit verschiedenen Aktionen ins Blickfeld gerückt werden.
Mitte März 2005 öffnen die ersten Freilichtmuseen wieder, ab Ostern können dann alle wieder besichtigt werden.
Mehr Informationen gibt es beim Info-Service der Freilichtmuseen
unter Tel. 07831/93 56 10, E-Mail info@landmuseen.de
oder im Internet unter www.landmuseen.de.
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