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Presseinformation 13. Januar 2005

Freilichtmuseen in Baden-Württemberg 2005
Ein neues Jahr mit den Sieben im Süden

Ein neues Jahr mit den Sieben im Süden Verlässlich wie der Frühling öffnen die sieben Freilichtmuseen in Baden- Württemberg auch 2005 wieder die Pforten für ihre Besucher. Die mit Sorgfalt zusammengetragenen und mit Sachverstand bewahrten Hauslandschaften laden wieder zu erlebnisreichen Erkundungsreisen in die Vergangenheit ein. Von Osterbräuchen bis zum Herbstfest, von der Handwerksvorführung bis zur Sonderausstellung, vom spannenden Vortrag bis zum rauschenden Fest: Mit altbewährten Programmen und auch auf immer wieder neuen Wegen kommen die Freilichtmuseen Baden- Württembergs auch 2005 ihrem Auftrag nach, bäuerliche Sachkultur dauerhaft zu erhalten und vergangene Lebensweisen lebendig zu vermitteln.

Der gemeinsame Blick der Sieben im Süden gilt dieses Jahr besonders den Bauerngärten. Was heute oft so aussieht, als sei es einzig für das Auge angelegt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein fein ausgetüfteltes Versorgungssystem. Von teilweise kunstvoll angelegten Begrenzungen gegen freilaufendes Kleinvieh geschützt, bargen die bäuerlichen Gärten - die es in ähnlicher form noch um 1900 auch in den Städten gab - sorgfältig auf einander abgestimmte Beete, die ihre Besitzer mit Gemüse, Gewürzen und Heilpflanzen versorgten. Natürlich wuchsen auch Blumen; schön, doch ungenießbar - ein Luxus, den sich die Bäuerin auf unnützen Schattenlagen erlaubte. Es verspricht ein Fest für alle Sinne, sich auf die blühenden Welten hinter den Gartenzäunen einzulassen.

Mit Spannung sieht die Arbeitsgemeinschaft 2005 dem ersten gemeinsamen Fernsehauftritt entgegen. In enger Kooperation mit dem SWR werden zum ersten Mal Handwerker aus allen sieben Museen ihre Künste Schulter an Schulter vorführen. Geplant ist, aus diesem gemeinsamen Auftritt zur Saisoneröffnung eine Veranstaltungsreihe zu machen, über die jeweils vom Südwestrundfunk berichtet wird und die jedes Jahr ein neues Schwerpunktthema erhalten soll. Zum Auftakt der Reihe finden sich Handwerker der Rubrik Bauhandwerk und ländliches Handwerk in Wackershofen zusammen.

Hinter den Kulissen des täglichen Museumsgeschehens werden die Sieben im Süden auch fachlich wieder ein gutes Stück näher zusammenrücken. Die Arbeitsgemeinschaft veranstaltet in Kooperation mit der Landesstelle für die Betreuung nichtstaatlicher Museen München zusammen mit bayerischen Freilichtmuseen am 03. und 04. Juni eine Fachtagung zum Thema der Großteile-Translozierungen. Die Veranstaltung wird vom Land Baden-Württemberg gefördert und findet in der schwäbischen Bauernschule Bad Waldsee statt.

Mit der Atmosphäre ihrer einmaligen Bauten und Anlagen sowie mit ihrem facettenreichen Veranstaltungsangebot betonen die Freilichtmuseen ihren Anspruch, Museen für alle zu sein: Für Besucher jeden Alters und jeglicher Herkunft. Für die Feriengäste, die die Kulturgeschichte des deutschen Südwestens kennenlernen möchten und für die Baden-Württemberger, die ein bisschen genauer wissen wollen, wie Ihre Heimat vor Zeiten einmal ausgesehen hat. Wer offen ist für Altes, der begegnet im Museum nicht nur der Vergangenheit, sondern immer auch ein wenig sich selbst. Mit ihren jährlich rund 650.000 Besuchern sind die Freilichtmuseen in Baden-Württemberg nicht nur wichtige Bildungseinrichtungen und regionale Kulturzentren, sondern zählen auch zu den beliebtesten touristischen Ausflugszielen im Land. Im fortwährenden Bewusstsein, dass die Gemeinsamkeiten größer sind als die Unterschiede, betreibt der seit 1977 bestehende Verbund neben dem fachlichen Austausch mit Erfolg eine gemeinsame Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Ganz im Sinne der Aufgabenstellung, den jeweiligen Museen ihren regionalen Schwerpunkt und unverwechselbaren Charakter zu belassen und dennoch als eine Einheit aufzutreten, hat die AG auch 2005 eine gemeinsame Broschüre aufgelegt.

Die Broschüre wird auf der CMT in Stuttgart zum ersten Mal vorgestellt und kann ab sofort beim Info-Service der Freilichtmuseen unter 07831- 935610 oder unter der E-mail-Adresse info@landmuseen.de angefordert werden.

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