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Zum Bewahren einladen! - Museumspädagogen in den Freilichtmuseen sichern Qualität in der Bildungsarbeit
Unter dem Motto „Qualitätssicherung in der Museumspädagogik“ fanden sich die hauptverantwortlichen Museumspädagogen/Innen der sieben Freilichtmuseen Baden-Württembergs zu ihrer diesjährigen Arbeitstagung im Freilichtmuseum Beuren (Kreis Esslingen) zusammen. 
In Workshops und praktischen Übungen ging es den 14 Museumspädagogen um die Wahrung und Steigerung der Qualität ihrer Vermittlungsarbeit. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie das Vermittlungsangebot freilichtmuseumsspezifischer Inhalte aufgefrischt werden kann und welche neuen Methoden die bereits bestehenden ergänzen könnten. Den Anforderungen der Besucher gerecht zu werden und die Rahmenbedingungen wie geographische Lage und individuelle Regionalgeschichte einzubeziehen, ist eine Kernaufgabe der Museumspädagogik.
Ein besonderes Augenmerk galt der Vereinbarkeit von Schutz der Museumsexponate einerseits und der direkten Vermittlung derselben an die Besucherinnen und Besucher andererseits. Leitgedanke hierbei war, nicht negativ das Berühren zu verbieten, sondern positiv zum Bewahren anzuhalten. Eine besondere Stärke der Freilichtmuseen liege schließlich in der alle Sinne ansprechenden Vermittlung von Geschichte.
Die Museumspädagogen hoben hervor, wie wertvoll eine lebendige Vermittlung von ländlicher Geschichte für alle Bevölkerungs- und Altersschichten ist. In die museumspädagogischen Bemühungen einzubeziehen, so war man sich einig, sind auch Besucherinnen und Besucher mit geistigem oder körperlichem Handicap und natürlich auch solche mit Migrationshintergrund, was derzeit noch nicht überall umfänglich geleistet werden kann. Dieses Ziel ist auch deshalb von großer Wichtigkeit, damit Integration durch Bildung auch in diesen Museen stattfinden kann. 
Weitere Inhalte dieses bereits zum siebten Mal stattfindenden fachlichen Austausches waren die Verbesserung der Vermittlungssituation für ausländische Besucher, etwa durch fremdsprachige „Audio Guides“, oder die Ausweitung des Schulungsangebots für museumspädagogische Mitarbeiter.
Mit ca. 650.000 Besuchern jährlich sind die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Bad Schussenried-Kürnbach, Beuren, Gutach/Schwarzwaldbahn, Neuhausen ob Eck, Schwäbisch Hall-Wackershofen, Walldürn-Gottersdorf und Wolfegg außerordentlich beliebte Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Als außerschulische Lernorte bieten sie ein reiches Potential an Bildungsinhalten für Schulklassen aber auch für Erwachsene.
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