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Pressemitteilung vom 5. März 2008
Muskelkraft und Pferdestärken Freilichtmuseen laden zum gemeinsamen Saisonauftakt ins Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach
Unter dem Motto
„Muskelkraft und Pferdestärken. Landtechnik im Wandel“ laden die sieben regionalen
ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg am Sonntag, 16. März 2008 zur
gemeinsamen Auftaktveranstaltung der Saison 2008 ins Oberschwäbische
Museumsdorf Kürnbach.
Eine gehörige Prise
Bauernschläue war nötig, um die Kraft der eigenen Muskeln durch motorisierte
Pferdestärken zu ersetzen. In Kooperation mit dem SWR-Fernsehen führen die „Sieben
im Süden“  auf dem Museumsgelände historische Landtechnik in Aktion vor. Sie
zeigen, wie der technische Fortschritt den harten Arbeitsalltag der Menschen allmählich
erleichterte. Es darf aber nicht nur zugeschaut werden: Beim
Landtechnik-Mehrkampf in historischen Disziplinen wie melken, Holz beigen oder
Mistkarren fahren können auch die Museumsbesucher und -besucherinnen beweisen,
dass sie das Zeug zum tüchtigen Bauern haben. Ob als Einzelkämpfer oder im Team
– alle Gäste sind herzlich eingeladen, Geschick, Grips und Muskelschmalz unter
Beweis zu stellen. Für das leibliche Wohl sorgen allerlei kulinarische
Köstlichkeiten aus den Regionen der 7 Museen.
Das Freilichtmuseum
Beuren wird bei der Eröffnungsveranstaltung einen Stationärmotor zeigen, der
mit Hilfe einer großen Transmission Endgeräte wie eine Getreidemühle, einen
Heukran oder eine Wasserpumpe antreibt. Aus dem Freilichtmuseum Neuhausen ob
Eck reisen ein Wagner und ein Dengler an. Mit dabei sind auch die Neuhausener
Landfrauen. Sie kochen das traditionelle Habermus, das Kraft und Ausdauer für
einen beschwerlichen Arbeitstag verlieh. Auch hier darf gekostet werden. Die soeben druckfrisch erschienene Publikation
der sieben Freilichtmuseen „Essen und Trinken wie in alter Zeit“ ist ebenfalls
bei den Landfrauen erhältlich.
Die Gäste aus dem Bauernhaus-Museum Wolfegg
führen historische Motorsägen vor und zeigen, wie mit einer der frühen
motorisierten Kreissägen Holz gesägt wurde. Mehrere historische Pflüge aus
Wolfegg dokumentieren den Wandel im Bereich des Ackerbaus. Wie eine mit
Muskelschmalz angetriebene Schrotmühle und eine Blähmühle funktionieren,
präsentiert das Odenwälder Freilandmuseum Walldürn-Gottersdorf. Bei günstiger
Witterung darf gar ein durch Pferdegöpel betriebener Strohschneider bestaunt
werden.
Für die frühere Getreideernte waren
Strohbänder zum büschelweise Zusammenbinden der geernteten Getreideähren
unentbehrlich. Eine Flechtmaschine, die solche Bänder herstellte, wird das
Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen mit nach Kürnbach bringen. Die
Kürnbacher Gastgeber pflügen mit einem Einachsschlepper ein ganzes Feld und wenn
das Wetter es zulässt, wird mit der Dampfmaschine gedroschen. Das Schwarzwälder
Freilichtmuseum Gutach wird mit Kindern unter fachkundiger Anleitung kleine
Wasserräder herstellen.
Die Besucherinnen und Besucher haben zudem am
16. März die Gelegenheit, sich bei allen sieben baden-württembergischen
Freilichtmuseen im Unteren Bauhof aus erster Hand zu informieren. Natürlich
gibt es auch hier die begehrten kulinarischen Versucherle.
Bevor die Freilichtmuseen in Wolfegg,
Wackershofen und Kürnbach ihre Tore am 16. März öffnen, kann das Schwarzwälder
Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Gutach bereits ab dem 9. März besucht werden. Beuren
startet am 20., das Odenwälder Freilandmuseum Walldürn-Gottersdorf am 21. und
das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck am 22. März in die neue Saison. Die
meisten von ihnen haben bis zum 2. November geöffnet.
Einen Überblick über die wichtigsten
Veranstaltungen der „Sieben im Süden“ gibt die soeben neu erschienene
Veranstaltungsbroschüre, in der die Museen beschrieben werden und Kontaktdaten
enthalten sind.
Sie können die neue Broschüre auch hier ansehen oder als pdf-Datei herunterladen.
Die genauen Öffnungszeiten der einzelnen Freilichtmuseen finden Sie hier...
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